Sicherheitslösungen entlang der CCUS-Wertschöpfungskette
In Anlagen, die Kohle oder Biomasse in Synthesegas (Syngas – ein Gemisch aus Wasserstoff, Kohlenmonoxid und Kohlendioxid) umwandeln, wird CO₂ bereits vor der Verbrennung abgeschieden. Detonationsrohrsicherungen schützen die Hochdruckleitungen der Vergaser vor Flammenrückschlag, wenn hochflüchtiger Wasserstoff oder Syngas entzündet wird.
Bei Oxyfuel‑Systemen wird der Brennstoff in nahezu reinem Sauerstoff verbrannt, wodurch ein Abgasstrom entsteht, der fast ausschließlich aus Kohlendioxid und Wasserdampf besteht. Flammendurchschlagsicherungen in den Sauerstoffzuleitungen und Dampf-Rückführleitungen verhindern, dass lokale Zündungen oder Flammen stromaufwärts bis zu den reinen Sauerstofftanks durchschlagen.
Bei der Nachverbrennungs‑Abscheidung werden häufig flüssige chemische Lösemittel (z. B. Amine) eingesetzt, um CO₂ aus dem Abgas zu absorbieren. In der Stripperkolonne wird das Lösemittel erhitzt, um das CO₂ wieder freizusetzen. Flammendurchschlagsicherungen an den Entlüftungen der Dampfrückgewinnung trennen die flüchtigen organischen Lösemitteldämpfe sicher von externen Zündquellen und verhindern einen Flammendurchschlag.
Bei der CO₂‑Abscheidung aus anaeroben Fermentern oder Müllverwertungsanlagen wird Rohbiogas verarbeitet, das überwiegend aus Methan und Kohlendioxid besteht. Deflagrationssicherungen als End- oder Rohrleitungsarmatur auf Biogasspeichertanks und in Leitungen verhindern, dass äußere atmosphärische Deflagrationen in das System eindringen und dort Explosionen verursachen.
Highlights
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