TS/P, TS/E, TS/W
Tauchsicherungen deflagrationssicher, detonationssicher und kurzzeitbrandsicher

Merkmale
Funktion und Beschreibung

Absicherung explosionsgefährdeter, verfahrenstechnischer Anlagen
Tauchsicherungen der Serie TS/… von PROTEGO® sind vor allem zur Absicherung explosionsgefährdeter, verfahrenstechnischer Anlagen konzipiert, die an Abluftverbrennungsanlagen (AVA) oder thermische Nachverbrennungsanlagen (TNV) angeschlossen sind. Nasse Flammendurchschlagsicherungen der Serie TS/... eignen sich insbesondere zur Absicherung von Anlagen, die stark verschmutzte, klebende, polymerisierende oder auch schaumbildende Medien der AVA zuführen. In der Regel muss unter Berücksichtigung der Betriebsbedingungen der Anlage sowohl mit Rohrdeflagrationen als auch mit stabilen Detonationen und mit Dauerbrand Dauerbrand Stabilisiertes Brennen für eine unbestimmte Zeit. gerechnet werden.

Viele individuelle Zulassungen
Bei der Tauchsicherung Tauchsicherung Eine Tauchsicherung ist eine Flammendurchschlagsicherung, die die Strömung eines brennbaren Gemisches unter Verwendung einer Wasservorlage in getrennte Blasen zerteilt und auf diese Weise einen Flammendurchschlag verhindert. der Serie TS/... von PROTEGO® handelt es sich um ein Gerät, das Flammendurchschlagsicherheit bei kurzzeitigem Brennen, Deflagrationen und stabilen Detonationen von Gas/ bzw. Produktdampf/Luft-Gemischen der jeweiligen Explosionsgruppe in allen zündfähigen Konzentrationsbereichen bis zu einer Betriebstemperatur Betriebstemperatur Temperatur, die bei Betrieb des Betriebsmittels unter den Bemessungsbedingungen erreicht wird. von + 60°C und einem Betriebsdruck Betriebsdruck Der Betriebsdruck ist der Druck, der bei Betrieb des Betriebsmittels unter Bemessungsbedingungen erreicht wird. bis 1,1 bar (absolut) gewährleistet. Flammendurchschlagsicherungen vom Typ TS/… sind die einzigen Tauchsicherungen, die für Stoffe aller Explosionsgruppen geprüft und zertifiziert sind. EU-Konformität nach derzeit gültiger ATEX-Richtlinie besteht. Zulassungen nach weiteren nationalen/internationalen Regelwerken auf Anfrage.

Hauptbestandteil - Tauchbehälter
Tauchsicherungen der Serie TS/... bestehen im Wesentlichen aus dem Tauchbehälter (1) mit Abluftstutzen und Anschlussstutzen Anschlussstutzen Ein Anschlussstutzen dient zur Verbindung einer Armatur mit anderen Komponenten einer Anlage, zum Beispiel Rohrleitungen. für die Tauchrohre, den Tauchrohren (2) mit Bogen und Anschlussflanschen, sowie dem Sammelrohr (3) mit Anschlussflansch. Der Behälter Behälter Ein Behälter ist eine offene oder geschlossene Vorrichtung mit beliebiger Geometrie zur ständigen Aufnahme von Flüssigkeiten, Feststoffen, Gasen und Dämpfen. (1) enthält für die Temperaturmessung der Tauchflüssigkeit mindestens einen Stutzen (5) und für die Temperaturbestimmung im Abgas mindestens einen Stutzen pro Abgasstutzen (6) zur Aufnahme der Temperatursensoren. Der Behälter enthält ferner zwei Stutzen (7, 8) für die Niveaumessung, zwei Stutzen (9, 10) für die Niveauregulierung und einen Stutzen (11) zur Entleerung. Zur Beobachtung der Tauchflüssigkeit und des Gasraumes sind Schaugläser (4) angebracht.
Demontage der Tauchrohre erleichtert Reinigung
Die Tauchrohre können zur Reinigung der Bohrungen bzw. der Rohre aus der Tauchsicherung herausgezogen werden. Das Sammelrohr enthält für die Zuführung der Abluft die entsprechenden Flanschanschlüsse und, in Abhängigkeit von der Aufteilung der Abluftströme, die Anzahl der Stutzen für die Verteilung auf die Tauchrohre.
Zurückschlagen der Flamme wird verhindert
In den Tauchsicherungen der Serie TS/... von PROTEGO® werden zündfähige Gemische durch eine Wasservorlage mit definierter Tauchtiefe geleitet. Der Gemischstrom wird aufgeteilt und den einzelnen Tauchrohren gleichmäßig zugeführt. Die Tauchrohre sind mit kleinen Bohrungen versehen und ermöglichen so definierte Blasensäulen. Bei einer Zündung im abströmenden Gemisch wird ein Zurückschlagen der Flamme in die Zuführungsleitung verhindert. Die wirksame Verhinderung eines Flammendurchschlages bei Deflagrations-, Detonations- oder Kurzbrandbelastung wird durch folgende Betriebsparameter maßgebend beeinflusst: • Gemischvolumenstrom, • Tauchtiefe von der Oberfläche der Wasservorlage bis zur Oberkante der Bohrungen in den Tauchrohren, • Wassertemperatur in der Tauchsicherung, • Blasengröße, Form und Dichte und damit durch den exakten Bohrungsdurchmesser in den Tauchrohren.
Begrenzte Zünddurchschlagsicherheit gewährleistet
Kommt es innerhalb der Tauchsicherung unter bestimmten Betriebsbedingungen zu einem Abbrand der Gemische unmittelbar auf der Flüssigkeitsoberfläche, ist eine zeitlich begrenzte Standzeit (Zünddurchschlagsicherheit) gewährleistet. Deshalb sind Temperatursensoren in entsprechender Anzahl im Gasraum installiert, durch die bei Erreichen einer vorgewählten Temperatur anlagenseitige Notfunktionen (Abschalten der Anlage, Inertisierung Inertisierung Ersetzen atmosphärischen Sauerstoffs in einer Anlage durch ein nicht reaktives, nicht brennbares Gas, um eine Flammenausbreitung in der Atmosphäre einer Anlage unmöglich zu machen. usw.) ausgelöst werden müssen.
Anforderungen für Tauchsicherungen
Als wesentliches sicherheitstechnisches Element muss eine exakt funktionierende Volumenstromüberwachung vorhanden sein. Diese muss gewährleisten, dass die maximal zulässigen, für die Auslegung der Tauchsicherung zugrunde gelegten Volumenströme erfasst und begrenzt werden, so dass bei erhöhtem Abgasanfall Notfunktionen ausgelöst werden. Darüber hinaus ist eine ausreichende flammendurchschlagsichere Tauchhöhe notwendig, d.h. über geeignete Messeinrichtungen muss eine ausreichende Wasserhöhe gewährleistet werden. Der Druckverlust einer Tauchsicherung ergibt sich bei max. Volumenstrom aus den Ein- und Ausströmverlusten von ca. 12 bis 18 mbar sowie der Eintauchtiefe, z.B. 350 mm = 35 mbar als Gesamtverlust von ca. 47 bis 53 mbar.
Messtechnik
Die Wirksamkeit und Funktion der Tauchsicherung PROTEGO® TS/.. ist gegeben, wenn die Einhaltung eines Mindestwertes der Betriebstauchtiefe, eines Maximalwertes des Gemischvolumenstromes und der Gastemperatur sowie eines Mindestwertes der Wassertemperatur durch Mess- und Regeleinrichtungen für Füllstand, Volumenstrom und Temperatur kontrolliert werden. Gegebenenfalls müssen rechtzeitig automatische Notfunktionen durch die MSR-Technik eingeleitet werden. Die Sicherheitseinrichtungen der MSR-Technik müssen ex-geschützt und zugelassen für die Zone 0 Zone 0 Bereich, in dem explosionsfähige Atmosphäre als Gemisch aus Luft und brennbaren Gasen, Dämpfen oder Nebeln ständig, über lange Zeiträume, oder häufig vorhanden ist. sein.
Die MSR-Technik ist nicht Teil des Lieferumfanges.
Erforderliche Daten für die Auslegung
Die sicherheitstechnische Auslegung der Tauchsicherung erfordert die relevanten Betriebsdaten:Gemischvolumenstrom unter der Berücksichtigung des max. möglichen Volumenstroms (m3/h)
Gemischzusammensetzung (Vol.%)
Betriebstemperatur (°C)
Temperaturmessung und -begrenzung
Um einen Dauerbrand in der Sicherung zu vermeiden, muss bei Überschreiten einer Temperatur von T = 80°C am Gasauslassstutzen die Gemischzufuhr automatisch unterbrochen werden. Temperatursensoren dienen zur Überwachung der Gemischtemperatur.
Sinkt die Wassertemperatur auf T < 10°C (Frostgefahr!) bzw. steigt sie über o.g. Temperaturen im Gasraum, muss ein Schnellschlussorgan automatisch schließen und somit die Gaszufuhr unterbinden.
Optional können zugelassene Temperatursensoren mitgeliefert werden.
Flanschanschlussart
Die anlagenseitigen Flanschanschlüsse werden nach EN 1092-1 bzw. DIN 2501, PN 16 (ab DN 200, PN 10) ausgeführt. Wahlweise können die Anschlussflansche nach jeder internationalen Norm ausgeführt werden.Niveaumessung und Niveauregulierung
Die Betriebstauchtiefe ist durch eine automatische Kontrolle und Regelung der Wasserversorgung so aufrecht zu erhalten, dass eine minimale betriebsmäßige Eintauchtiefe nicht unterschritten wird.Auswahl und Auslegung
Durch die Flüssigkeitsüberlagerung (Ruhetauchtiefe) und die strömungsdynamischen Widerstände in den Tauchrohren sowie den Abgaszuführungsleitungen ergibt sich der Gesamtdruckverlust. Hierzu ist in jedem Fall eine sicherheitstechnische Beratung seitens des Herstellers notwendig!
Für besonders korrosive Gemische ist eine Beschichtung Beschichtung Beschichten ist das Aufbringen einer festhaftenden Schicht aus formlosem Stoff auf die Oberfläche eines Werkstücks. der Tauchsicherung möglich. Die Werkstoffe von Behälter, Einbauten und Tauchrohren sind an die korrosiven Eigenschaften anzupassen.
Ausführungsarten- und Spezifikation
Die Tauchsicherung wird mit Explosionsgruppe, Durchmesser und Anzahl der Tauchrohre (TRZ) bezeichnet.Sie ist modular konzipiert und für die jeweilige Explosionsgruppe baumustergeprüft.
Die Anzahl der Tauchrohre ist abhängig vom Auslegungsvolumenstrom
Beispiel: TS/E-1000-5 ist eine Tauchsicherung für Stoffe der Explosionsgruppe IIB3 mit einem Durchmesser von 1000 mm und 5 Tauchrohren.
Maximaler Volumenstrom
Der maximale zulässige Betriebsvolumenstrom ergibt sich durch Multiplikation der Tauchrohranzahl (TRZ) mit dem maximal zulässigen Betriebsvolumenstrom je Tauchrohr Tauchrohr Einleitungsrohr in das Vorlagemedium einer Tauchsicherung. bei der jeweiligen Tauchtiefe.
Auf die Volumenstrommessung kann im Einzelfall verzichtet werden, wenn die Volumenstrombegrenzung durch vorgeschaltete andere Bauelemente, wie z.B. ein Förderorgan oder eine Drossel in Kombination mit einer Entspannungseinrichtung, gewährleistet ist.



